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 BESCHREIBUNG:
 Hot Club Harmonists - Swing aus dem alten Europa! Konzert 
Sa. 09.02.2008 | 20:00 Uhr Arbeitskreis Alte Kirche 

Die Hot Club Harmonists unter der Leitung des Gitarristen Frank Wekenmann (ehemals David Orlowskys Klezmorim) entführen Sie zu einer nostalgischen Entdeckungsreise auf der Strecke Berlin-Paris-Budapest in die Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ihr Programm Swing aus dem alten Europa im Sound des legendären Gitarristen Django Reinhardt umfasst deutsche Ufa-Schlager, französische Chansons und Musette-Walzer, ungarische Csardas, russische Zigeunerlieder und klassische Django Reinhardt Kompositionen.
Mit originellen Arrangements und feurigen Improvisationen begeistern die Hot Club Harmonists das Publikum wo immer sie spielen!

Matthias Buck - Geige
Frank Wekenmann - Gitarre
James Geier - Gitarre
Steffen Hollenweger - Bass

und als Gast: Katalin Horvath - Gesang

 PHOTOS:
 PRESSEMELDUNGEN:
 Schwäbische Zeitung (12-02-2008)
Quartett jazzt querbeet
MENGEN-RULFINGEN - Musik pur - mitreißend, temporeich und begeisternd: Die Hot Club Harmonists mit Gastsängerin Katalin Horvarth haben mit ihrem Swing durch das alte Europa bei den Zuhörern in der voll besetzten Alten Kirche große Begeisterung ausgelöst.
Die vier Künstler (Bandleader Frank Wekenmann/Gitarre, Matthias Buck/Violine, James Geier/Gitarre und Steffen Hollenweger/Kontrabass) jazzten bei ihrer musikalischen Entdeckungsreise durch Originale von Django Reinhardt, streiften so nebenbei die Comedian Harmonists, machten auf Flamenco, grüßten von Carmen und der Titanic und winkten mit Musetten und Chansons.Beeindruckend war die Virtuosität jedes einzelnen Spielers wie auch der Klangkörper des gesamten Ensembles. Berührende Akzente setzten die genüsslichen Vibrato- und Glissando-Einlagen auf der Violine.
Das perkussive Gitarrenduo trommelte immer wieder auf den Gitarrenkorpus oder stampfte keck mit dem Fuß auf den Bühnenboden auf und sorgte zu für zusätzlichen Rhythmus.
Die Fusion aus Zigeunerjazz und Schlagerschmelz - mit feurigen Improvisationen in originellen Arrangements eingebettet, erzeugten eine Musik voller Charme und Lebensfreude, Melancholie und Sentiment.
Highlights setzte Katalin Horvarth mit ihrer ausdrucksstarken und warmen Stimme. Mal sanft und sehnsuchtsvoll im Wechselspiel mit Klängen voller Energie und Temperament verzauberte sie die Zuhörer mit ungarischen Csardas und russischen Zigeunerliedern. Das Publikum dankte mit reichlich Beifall und wurde mit Zugaben belohnt. Endgültig verabschiedeten sie sich mit Bei dir war es immer so schön.
 Südkurier (12-02-2008)
Die Alte Kirche swingt - Jawoll meine Herren
Humba tätereääähhist vorbei und die Hände werden auch nicht mehr zum Himmel gestreckt. Seit Aschermittwoch ist Fastenzeit. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen auf musikalische Genüsse verzichten müssen. Einen solchen gab es am Samstagabend in der Alten Kirche in Rulfingen. Dort luden die Hot Club Harmonists zu einer musikalischen Weltreise ein. Die Zuhörer im vollbesetzten ehemaligen Gotteshaus ließen sich dabei auf einer Welle der hervorragend präsentierten Musik mit einer geballten Prise Nostalgie davontragen. Keine Frage: Der Auftritt des Tübinger Ensembles war erste Sahne.

Das gabs nur einmal - das kommt jetzt wieder könnte man das Programm der Harmonists bezeichnen, das von Berlin über Paris und Budapest bis nach Südamerika in die russische Seele führte. Originelle Arrangement und feurige Improvisationen machten deutlich, dass hier Leute am Werk sind, die ihr Handwerk verstehen - und das völlig ohne elektronische Begleitung wie Keyboard, Drumcomputer und Sequenzer. Bandleader Frank Wekenmann hat Gitarre studiert und reiste mit David Orlowskys Klezmoriem durch ganz Europa. Er spielte in Orchestern und wirkte bei verschieden Band- und Theaterprojekten sowie zahlreichen CD- und Filmproduktionen mit. Wenn seine Hände mit den Gitarrensaiten zu einer Einheit verwachsen, dann kann man nur noch staunen, was aus diesem Instrument heraus zu holen ist. Wekenmann spielt ganz in der Tradition von Django Reinhardt, jenem legendären Gitarristen aus einer der bekanntesten Jazzfamilien Europas. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Musikdynastie, die die Jazz- und Swingära der 30er-Jahre bis heute geprägt hat. Er gründete das Quartett Hot Club de France, das zu einem Teil der Namensgebung des Tübinger Ensembles beigetragen hat. Reinhardt war Autodidakt und stammte aus einer Sintifamilie. 1928 brannte sein Wohnwagen ab. Das Unglück hinterließ dem begnadeten Musiker eine verkrüppelte linke Hand. Das zwang ihn, mit zwei Fingern erst recht eine halsbrecherische und ganz unkonventionelle Virtuosität zu entwickeln. Keine Frage: Django war ein Genie - und diesen Eindruck konnte man durchaus bei nicht wenigen Passagen auch von Frank Wekenmann haben.

Auch Steffen Hollenweger ist kein Anfänger als Musiker. Den Kontrabass zupft und streicht er mit Leichtigkeit und Professionalität. Dabei entlockt er dem riesigen Instrument auch immer wieder eine Melodienfolge. Das macht deutlich: Auch er ist ein Meister seines Fachs. Rhythmus-Gitarrist James Geier hat eine beachtliche Karriere als Orchestermusiker hinter sich - und er harmoniert perfekt mit dem Bandleader. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass die Songs der Harmonists so richtig swingen. Und das gilt für die alten Ohrwürmer aus der UFA-Zeit ebenso, wie für die Klassiker von Django Reinhardt. Ob die Herzen der stolzesten Fraun gebrochen oder unvergessliche Titel von Peter Kreuder zum Leben erweckt werden, die Melodien summt man im Kopf mit. In der Alten Kirche wurde auch öfters leise mit gesungen, denn die Texte waren vielen Besuchern noch bestens bekannt. Ein Freund ein guter Freund ist nicht nur ein legendärer Schlager von Heinz Rühmann, sondern sicher auch die richtige Bezeichnung für Matthias Buck, dem Konzertmeister des German Pops Orchestra, denn der Mann an der Geige ist ein unverzichtbares Markenzeichen des Swing-Ensembles vom Neckar. Wenn er seinem Liebling die Töne entlockt, dann kommen die Melodien mal zärtlich und mal forsch, aber stets geprägt von einer enorm großen Spielfreude. Der Begriff Teufelsgeiger ist da sicher nicht ganz fehl am Platze.

Für einzelne Titel wird das Männerquartett von Katalin Horvath verstärkt, die seit ihrer Kindheit zwischen Deutschland und Ungarn pendelt und dadurch schon früh mit der traditionellen ungarischen Musik in enge Berührung gekommen ist. Deshalb interpretiert sie als Gastsängerin der Hot Club Harmonists ungarische, deutsche, russische und französische Lieder. Sie gibt jedem Titel eine eigene Seele und ihre Stimme geht buchstäblich unter die Haut. Die Stimmgewalt der zarten Person erstaunt und begeistert zugleich. Instrumentalisten und Sängerin begeisterten das Publikum und machten deutlich, dass der Swing immer gelebt hat - auch ohne Roger Cicero. Nach drei tollen Zugaben kann man Heinz Rühman und Hans Albers nur zustimmen: Jawoll meine Herrn, so haben wir es gern.
Karl-Heinz Fahlbusch
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